Die leichten Busse überzeugen


Die Rheinbahn will weniger Strom und weniger Sprit verbrauchen. Deshalb hat sie 2010 zehn Hybrid-Gelenkbusse angeschafft. Doch die Investition hat sich nicht gelohnt.

Die Ergebnisse sind schlicht enttäuschend. Die Busse verbrauchen maximal 20 Prozent weniger Kraftstoff, manchmal sogar genau so viel wie herkömmliche. Die Rheinbahn hat deshalb das Projekt Hybrid-Busse beerdigt. „Zu teuer. Wirtschaftlich nicht vertretbar!“, sagt Sprecher Georg Schumacher. „Wir werden dieses Thema nicht weiter verfolgen.“

Die Anschaffungskosten liegen bei einem Hybrid-Bus um rund 200 000 Euro höher, gab Rheinbahn-Betriebsleiter Ralf Lüdeking im Ordnungs- und Verkehrsausschuss zu bedenken. Da hat das Unternehmen mit zwei Leichtbau-Bussen des niederländischen Herstellers VDL viel bessere Erfahrungen gemacht. Der wiegt nur acht statt zwölf Tonnen, schluckt ein Fünftel weniger Diesel und ist in der Anschaffung nicht teurer.

Eigentlich ein Zukunftsmodell. Doch leider sind nur Solo-Busse im Angebot. Die Rheinbahn fährt aber vorwiegend mit Gelenkbussen. Interessant ist da die neueste Diesel-Generation, die jetzt auf den Markt kommt. Die Hersteller versprechen einen ähnlich geringen Verbrauch, so Georg Schumacher.

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch die Ticket-Automaten an den Haltestellen sind Energiefresser. Eine integrierte 2000-Watt-Heizung sorgt dafür, dass die Fahrkarten trocken bleiben. Jetzt sollen die Automaten gegen Öko-Geräte ausgetauscht werden.

Auch ein Thema für die Zukunft: LED! Wie Ralf Lüdeking mitteilte, sollen Testweise die ersten Haltestellen mit sparsamen LED-Lampen beleuchtet werden.

Quelle: WAZ NewMedia GmbH & Co. KG Februar 2012